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Nachverdichtung im Kerngebiet

Projekt10 Wohnungen, 5 Maissonetten, 1 Penthouse
OrtBrunn am Gebirge, Niederösterreich
StatusRealisierung
FotografieMischa Erben, a-plus
Publikationnextroom

„Nachverdichtung im Kerngebiet“

Ausgehend vom tiefstgelegenen Geländepunkt des Grundstückes wird die Topografie ausnützend ein abgesenktes Hofniveau erschlossen. Dieses Parkier- und Aufschliessungsniveau ermöglicht beiden Bauteilen direkte, barrierefreie und behindertengerechte Zugänge. Eine bauliche Optimierung dieser innerstädtischen Freifläche war aus ökonomischer, aber auch ökologischer Sicht die Vorgabe.

BT1 als Niedrigenergiehaus

Der Bauplatz ist strukturell im Bebauungsplan als gekuppelte Bebauung ausgewiesen. Die kleine Wohnanlage besteht aus 10 Wohneinheiten als 1, 2 u. 3-Zimmer Wohnungen mit 44 bis 74m2. Alle Wohnungen sind grosszügig verglast, primär südorientiert und mit vorgelagerten Loggien bzw. Dachterrassen ausgestattet. Eine raumweitende und aufgelöste Sockelzone macht das Objekt unterfahrbar und bietet 10 witterungsgeschützte PKW-Stellplätze. Direkt angrenzende, niveaugleiche Kellerbereiche beinhalten Erschliessung, Neben- und Stauräume. Zwei idente Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss bilden das aufgehende Bauwerk, welches eine natürlich belichtete und belüftete Kaskadentreppe und ein Personenlift erschliesst. Ziegelbauweise und massive Stahlbetondecken bilden die statische Grundkonzeption und weisen zusammen mit der baulichen Durchbildung und einer bewussten Komponentenwahl deutlich verbesserte Werte.

BT2 als Passivenergiehaus

Ein freistehender und ins Erdreich geschobener Sichtbeton-Baukörper nimmt die Garage (12 PKW), Technikzentrale für Bauteil 1+2 und weitere Nebenräume auf, die ausserhalb der thermischen Gebäudehülle liegen. Das dem Betonsockel aufgesetzte Mehrfamilienhaus ist ein dreigeschossiger Holzständerbau in mehrschichtiger Fertigteilbauweise mit 5 Maisonetten a` 97m2 und einer grosszügigen Dachwohnung. Vorgelagerte, individuelle Freiraumbereiche, sonnenab- und sonnenzugewandt, ergeben 5 vergleichbare Parzellengrössen.

Die rechnerische EKZBGF=6,64 kWh/m2a wird durch Konzeption (solare Ausrichtung, Gebäudegeometrie), Bauteiloptimierung (Aussenwand, Kellerdecke, Dach, Terrasse), Komponentenwahl, Luftdichtheitskonzept mit Grenzwert max. nL50 < 0,6, wärmebrückenfreier Konstruktion und einer wirtschaftlichen Anlagenkonfiguration Haustechnik erreicht. Die Raumnachheizung (ca. 40 Tage/Jahr) erfolgt nicht über die Raumzuluft, sondern über Bauteilwärmung Fussboden und ergänzt solare und interne Wärmegewinne. Das Passivhaus hat durch absolute Zugfreiheit, höhere Oberflächentemperaturen an den Bauteilinnnenseiten und der ständigen Frischluftversorgung einen gesteigerten Wohnkomfort und ist spürbar behaglicher als jedes konventionelle Gebäude.